I Am Maria — And That’s Enough
Every now and then, I’ve received feedback — in work and in life —
that touched something deep: I come across “too strong”.
For a moment, the ground shifted beneath my feet, and the old ache reopened:
Am I too much? Too strong? Too bold? Too direct? Too emotional? Too female?
Too small in stature, yet too large in spirit?
But as I let the sting settle, I began to see what was really happening.
Let’s unpack this together, layer by layer.
What this feedback truly said
This is their experience, filtered through their lens — shaped by preferences, comfort zones, cultural conditioning, and perhaps even unconscious assumptions.
They answered from their center, not my question.
I asked, “What value do I bring?”
and they spoke of what they would prefer to feel in my presence.
That’s not the same thing.
They had also named the solid ground:
consistent professionalism, genuine engagement, unwavering responsibility, exceptional quality, and reliable timeliness.
But my tender heart, as so often happens, focused on the “too strong”
and forgot to stand tall on that foundation.
Why did it hurt so much?
Because it touched that old wound:
– The fear of being “too much”
– The instinct to fit in, accommodate, and avoid rejection
– The quiet ache of being judged for traits that would be praised in a man
And yes — when a tall man brings clarity and presence,
it is more likely called leadership.
The same traits in a smaller woman can be read differently —
filtered through comfort zones, conditioning, or unspoken norms.
The reality I see now
My strength is real: I am clear. I am present. I care.
My “too strong” is relative.
To someone who prefers softer edges,
or who is unsettled by clarity,
it may feel “too much.”
But that doesn’t make it wrong.
What this invites me to heal
– The part of me that still fears my full presence
– The part that confuses strength with harshness
– The part that waits for permission to simply be myself
What I choose today
– To bless my strength, as a gift, not a flaw
– To root deeper into self-acceptance —
the kind that does not swing with someone else’s discomfort
– To integrate strength without shrinking,
because the truth is:
when I stand fully in myself, my strength feels even more grounding,
both for others and for myself.
This feedback was a gift.
Not because it was right, but because it showed me what is no longer mine to carry.
The fear of being too much is the old story.
The truth is: I am enough, as I am.
And so I remember: I am not “too much.”
I am Maria. And Maria, when whole, is exactly enough.
And so you are.
— Maria K.
DEUTSCH
Ich bin Maria – und das ist genug
Hin und wieder habe ich Feedback bekommen – im Beruf und im Leben –
das etwas Tiefes in mir berührt: Ich wirke „zu stark“.
Für einen Moment verschob sich der Boden unter meinen Füßen
und der alte Schmerz öffnete sich wieder:
Bin ich zu viel? Zu stark? Zu mutig? Zu direkt? Zu emotional? Zu weiblich?
Zu klein von Statur – und doch zu groß im Geist?
Doch als ich das Stechen sich setzen ließ,
begann ich zu erkennen, was hier wirklich geschah.
Lass es uns gemeinsam, Schicht für Schicht, entpacken.
Was dieses Feedback wirklich aussagt
Es ist ihre Erfahrung – gefiltert durch ihre Linse –
geprägt von Vorlieben, Komfortzonen, kultureller Prägung
und vielleicht sogar unbewussten Annahmen.
Sie antworteten aus ihrem Zentrum, nicht auf meine Frage.
Ich fragte: „Welchen Wert bringe ich ein?“
und sie sprachen davon,
was sie lieber in meiner Präsenz empfinden würden.
Das ist nicht dasselbe.
Sie hatten auch das stabile Fundament benannt:
beständige Professionalität, echtes Engagement,
unerschütterliche Verantwortlichkeit, außergewöhnliche Qualität
und verlässliche Termintreue.
Aber mein sensibles Herz konzentrierte sich – wie so oft –
auf das „zu stark“
und vergaß, auf diesem Fundament aufrecht zu stehen.
Warum tat es so weh?
Weil es diese alte Wunde berührte:
– Die Angst, „zu viel“ zu sein
– Den Instinkt, mich anzupassen, einzufügen, Ablehnung zu vermeiden
– Den stillen Schmerz, für Eigenschaften verurteilt zu werden,
die man bei einem Mann loben würde
Und ja – wenn ein großer Mann Klarheit und Präsenz mitbringt,
wird das eher als Führung bezeichnet.
Dieselben Eigenschaften bei einer kleineren Frau
können anders gelesen werden –
gefiltert durch Komfortzonen, Prägungen oder unausgesprochene Normen.
Die Realität, die ich heute sehe
Meine Stärke ist real: Ich bin klar. Ich bin präsent. Ich kümmere mich.
Mein „zu stark“ ist relativ.
Für jemanden, der weichere Kanten bevorzugt
oder den Klarheit verunsichert,
mag es sich wie „zu viel“ anfühlen.
Aber das macht es nicht falsch.
Was mich das heilen lässt
– Den Teil in mir, der noch immer meine volle Präsenz fürchtet
– Den Teil, der Stärke mit Härte verwechselt
– Den Teil, der darauf wartet, einfach ich selbst sein zu dürfen
Was ich heute wähle
– Meine Stärke zu segnen – als Geschenk, nicht als Makel
– Tiefer in Selbstakzeptanz zu wurzeln –
in eine, die nicht mit dem Unbehagen anderer schwankt
– Stärke ohne Schrumpfen zu integrieren,
denn die Wahrheit ist:
Wenn ich ganz in mir stehe,
fühlt sich meine Stärke für andere
und für mich selbst noch tragender an.
Dieses Feedback war ein Geschenk.
Nicht, weil es richtig war,
sondern weil es mir zeigte,
was nicht länger meines ist, zu tragen.
Die Angst, zu viel zu sein,
ist die alte Geschichte.
Die Wahrheit ist: Ich bin genug, so wie ich bin.
Und so erinnere ich mich:
Ich bin nicht „zu viel“.
Ich bin Maria.
Und Maria, ganz, ist genau genug.
Und so bist auch du.
— Maria K.